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Hilfe - Erdwärmebohrung

 

Ich besitze ein großes Grundstück, kann ich die Erdwärmebohrungen auch horizontal vornehmen

Die Kosten für eine Horizontalbohrung sind vergleichbar mit den Kosten einer Vertikalbohrung. Eine Horizontalbohrung ist grundsätzlich eine schlechtere Lösung im Vergleich zu einer Vertikalbohrung. Eine Horizontalbohrung ist viel anfälliger für Temperaturschwankungen, als eine Vertikalbohrung. Im Falle von Horizontalbohrungen kann bei einem langen und kalten Winter die im Erdreich vorherrschende Temperatur drastisch absenken, was zu einer deutlichen Absenkung der Wärmegewinnung führen kann, was sich für Sie unmittelbar in höheren Stromkosten niederschlagen wird. Im Falle einer Vertikalbohrung sind die im Erdreich vorherrschende Temperatur das ganze Jahr stabil, was Ihnen eine immer gleich bleibende Wärmegewinnung gewährleistet. Aus diesem Grunde nimmt VIKERSØNN nur Vertikalbohrungen vor. Ein weiterer Grund, der gegen Horizontalbohrungen spricht ist die Tatsachen, dass Sie Ihren Garten nicht frei gestalten können. Pflanzen mit langen Wurzeln oder Bäumen können in solchen Gärten nicht gepflanzt werden. Weiterhin führt die Wärmeentnahme bei Horizontalbohrungen zur Auskühlung des Erdreichs, was mit längerer Schneebedeckung Ihres Gartens einhergeht und somit auch Ihren Gartenpflanzen nicht zugute kommt.

 

Ich besitze ein kleines Grundstück, kann ich dennoch Erdwärmebohrungen vornehmen lassen

Selbst bei einem sehr kleinen Grundstück gibt es keine Probleme, um auf diesem Erdwärmebohrungen vornehmen zu lassen. Für ein 200 m² großes Gebäude benötigt man 2-3 Bohrlöcher, die im Abstand von ca. 6-10 m vorgenommen werden. Erdwärmebohrungen können ebenfalls unterhalb (unter dem Fundament) oder entlang des Gebäudes vorgenommen werden, am besten in unmittelbarer Nähe an der Stelle, wo später die Erdwärmepumpe installiert wird.

 

Ich habe einen Brauchwasser Brunnen, kann die Erdwärmepumpe die Wärme aus dem Wasser schöpfen

Brauchwasser kann nicht unmittelbar in eine Erdwärmepumpe geleitet werden. Ein unmittelbarer Anschluss des Brauchwassers an eine Wärmepumpe ist mit dem Verlust der Garantie verbunden (bei jedem Hersteller). Für Brauchwasser Wärmepumpen ist die Installation eines zusätzlichen Wärmetauschers unabdingbar, was zur Absenkung der Wärmegewinnung führt. Zusätzlich müssen Sie sich im Klaren sein, dass Sie einen höheren Stromverbrauch haben werden, da Sie zusätzliche Zirkulationspumpen für das Wasser benötigen werden. Weiterhin kann sich im Zeitverlauf der Wasserspiegel im Brunnen ändern - Es kann mehr oder weniger Wasser im Brunnen vorhanden sein. Der Brunnen kann ebenfalls seine Wassertemperatur verändern oder mit Schlamm verunreinigt werden. Im Brauchwasserbrunnen müssen ebenfalls Schlammfilter angebracht werden, die zu möglichen Verstopfungen des Kreislaufs führen können und somit Ihnen höhere Kosten für regelmäßige Wartungsarbeiten und den Austausch von Filtern verursachen. Laut Gesetzgeber ist das Brauchwasser, was man für die Wärmepumpen verwendet, als Abwasser definiert und darf nicht einfach so wieder zurück geleitet werden, sondern muss zu Trinkwasser aufbereitet werden.

 

Wie tief müssen die Erdwärmebohrungen sein

Erdwärmebohrungen werden in Tiefen von 30 m bis 200 m vorgenommen. Die Tiefe der Bohrung ist nicht entscheidend, entscheidend sind nur die laufenden Meter einer Bohrung, die für die entsprechende Erdwärmepumpe benötigt werden. Wenn also 100 laufende Meter Erdbohrungen benötigt werden, kann dies mit einer 100 m Bohrung oder zwei Bohrungen a 50 m vorgenommen werden. In unserem Wärmepumpenrechner wird für Ihr Gebäude nicht nur eine entsprechende Erdwärmepumpe vorgeschlagen, es werden Ihnen auch die notwendigen Bohrtiefen für eine Erdwärmebohrung berechnet. Grundsätzlich gilt immer die Faustformel: je mehr laufende Meter an Bohrungen um so besser, denn dann können Sie mehr Wärme aus dem Erdreich gewinnen und damit müssen Sie weniger Wärme verdichten, was zu weniger Stromverbrauch führt und Ihnen niedrigere Stromkosten gewährleistet.

 

Der Grundwasserspiegel auf meinem Grundstück ist hoch, kann ich dennoch Erdwärmebohrungen vornehmen lassen

Wenn Sie einen hohen Grundwasserspiegel auf Ihrem Grundstück haben, dann ist das eine sehr gute Tatsache. Wasser speichert sehr gut Wärme und somit können Sie aus den Erdbohrungen mehr Wärme für Ihr Gebäude gewinnen. Feuchte Grundstücke mit hohem Grundwasserspiegel eignen sich optimal zur Wärmegewinnung durch Erdwärmepumpen.

 

Sinkt die Wärmeergiebigkeit einer Erdwärmebohrung im Zeitverlauf

Die Wärmeergiebigkeit einer Erdwärmebohrung sinkt im Winter und im Sommer erneuert sie sich. Aus diesem Grund wird von erneuerbaren Energien gesprochen, da durch Sonneneinstrahlung und Regenwasser sich das Erdreich in der Tiefe aufwärmt und liefert Ihnen stets eine unerschöpfliche Wärmequelle. Die Lebenserwartung einer Erdwärmebohrung ist vergleichbar mit der Lebenserwartung eines Gebäudes und wird Sie stets mit Wärme beliefern können.

 

Wann sollte ich am besten Erdwärmebohrungen vornehmen lassen

Eine Erdwärmebohrung sollte am besten vor dem Bau des Gebäudes oder unmittelbar nach Fundamenterrichtung vorgenommen werden. Sollte Ihr Gebäude schon fertig stehen, ist dies selbstverständlich auch kein Problem und kann jederzeit vorgenommen werden.


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